Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 09.03.2019

Samstag, 9. März 2019
In letzter Zeit kommen immer häufiger wilde Elefanten zu Besuch. Letzte Nacht hörte Mwashoti sie am Wasserloch saufen und trompetete laut los, um es die anderen Waisen wissen zu lassen. Ziwa antwortete, indem er noch lauter trompetete, und die Keeper wachten auf und kamen aus ihrem Zelt um nachzusehen. Sie sahen, wie die wilden Elefanten wieder im Wald verschwanden, nachdem sie die Tränke geleert hatten; auch ein paar winzige Babys waren dabei! Am Morgen gingen die Waisen dann unter dem Kommando von Lima Lima und Quanza den Pfad entlang, den ihre wilden Freunde immer benutzen. Sie trafen aber niemanden, obwohl jede Menge Dung zu finden war.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 08.03.2019

Freitag, 8. März 2019
Ngasha und Faraja begannen heute im Wald zu spielen, was allerdings zu einer ernsthaften Rangelei um den besten Platz am Wasserloch ausartete. Schließlich wurde Ngasha von Faraja nieder gerungen und schrie um Hilfe, sodass die Keeper ihm wieder auf halfen. Sonje holte ihn ab und nahm ihn mit zu der Stelle, wo sie mit Mwashoti, Alamaya und Zongoloni friedlich graste. Dort beruhigte sich alles wieder, und Ngasha verbrachte den Rest des Tages zufrieden mit ihnen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 07.03.2019

Donnerstag, 7. März 2019
Als die Waisen am frühen Morgen in den Büschen grasten, schloss sich ihnen ein wilder Bulle an, der sehr freundlich war. Er blieb fast den ganzen Vormittag bei ihnen. Als es Zeit für die Mittagsfütterung war, verabschiedeten sich die Waisen von ihm, aber er kam wieder zurück, nachdem sie ihre Flaschen geleert hatten. Er schien sich gar nicht vor den Keepern zu fürchten und kam sogar zum Fahrzeug, um an den leeren Milchflaschen zu schnuppern. Die Keeper dachten, er wollte vielleicht kosten, aber sicherheitshalber hielten sie trotzdem Abstand von ihm. Lima Lima wollte ihn überzeugen, mit hinüber zu der Stelle zu kommen, wo die Keeper und Shukuru sich ausruhten, aber er spürte, dass er ihnen nicht ganz geheuer war. So hielt er schließlich brav Abstand, um niemanden einzuschüchtern.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 06.03.2019

Mittwoch, 6. März 2019
Die Waisen wälzten sich mittags genüsslich im Matschloch, um sich mit einer Schlammschicht zu versehen, die sie vor der Sonne und den Insekten schützt. Danach folgten sie Shukuru zum Staubbad, wo sie sich ausführlich mit roter Erde abtrockneten. Murera wartete, bis alle fertig waren mit baden, bevor sie selbst hinein ging. Während sie noch schlammbadete, gingen die anderen schon zurück in den Schatten der Bäume, und die Keeper nahmen ihr Mittagessen ein. Shukuru zog auf eigene Faust los, um sich zu kratzen. Als die Keeper mit ihrem Mittagessen fertig waren, riefen sie Shukuru, und sie ging mit ihnen zu den anderen zurück.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 05.03.2019

Dienstag, 5. März 2019
Heute bekamen die Waisen wieder Besuch von wilden Elefanten, aber die Herde war sehr freundlich. Sie plauderten schön mit den Waisen und ließen sich auch von den Keepern nicht stören, die sich in einiger Entfernung aufhielten. Mwashoti stellte sich bei allen Herdenmitgliedern vor, und bald machten es ihm die anderen nach. Als sie alle zusammen in den Chyulu-Bergen graseten, tauchten ein paar Büffel auf. Sie waren überrascht, auf Elefanten zu treffen, und gingen schnell in eine andere Richtung davon. Am Abend folgten die Waisen dann Mwashoti, Alamaya und Shukuru zurück zur Auswilderungsstation. Sie sahen müde aus, und Lima Lima hatte die Augen schon halb zu, als sie endlich schlafen gehen konnte.