Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.12.2020

Montag, 28. Dezember 2020
Die Nachteulen tauchten früh vor Sonnenaufgang auf und warteten vor dem Tor der Auswilderungsstation auf das morgendliche Luzernenheu. Als die Keeper etwas davon heraus brachten, waren Lima Lima und Mwashoti offenbar nicht davon überzeugt, dass es für alle reichen würde; sie schlichen sich zurück zum Vorratsraum und schnappten sich jeweils einen Ballen. Mit denen kamen sie dann mit wedelndem Schwanz heraus gerannt! Die Keeper schimpften mit ihnen, aber sie ließen ihre Beute nicht fallen. Als Ziwa und Faraja die Aktion mitbekamen, wollten sie sich das Heu nicht entgehen lassen und jagten Lima Lima und Mwashoti die Ballen trompetend ab. Sie hatten aber nicht lange etwas davon, denn schon kamen Jasiri und Ngasha dazu und scheuchten die anderen beiden Jungs weg, um selbst zu futtern. Die anderen Waisen schauten gespannt zu, was noch alles passieren würde, und den Keeper blieb nichts anderes übrig als den frechen Bullen ihr Heu zu lassen und mit der Waisenherde zum Grasen in den Wald zu gehen. Nach dem aufregenden Morgen verbrachten die Waisen dann einen entspannten Tag in den Chyulu-Bergen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 27.12.2020

Sonntag, 27. Dezember 2020
Als Sonje heute sah, wie Ziwa und Mwashoti in Luggards Nähe herum lungerten, näherte sie sich den beiden, um sie gut im Auge zu behalten. Shukuru war auch in der Nähe, aber sie war ganz darauf konzentriert, die Rinde einer Akazie zu fressen, die wertvolle Nährstoffe für Elefanten enthält. Die raufenden Jungs hielten sich aber zum Glück fern von dem kleinen Luggard, und so musste Sonje nicht eingreifen. Mwashoti eilte dann Quanza zu Hilfe, als diese von ein paar Krokodilen erschreckt wurde, die vor ihr ins Wasser flüchten wollten; er kam laut trompetend angerannt, bereit es mit allem aufzunehmen, was Quanza bedrohen könnte!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 26.12.2020

Samstag, 26. Dezember 2020
Als die Waisen am Morgen mit dem Luzernenheu beschäftigt waren, war plötzlich lautes Getöse zu hören – eine große Akazie war umgefallen. Murera ging hin und schaute sich die Sache genauer an, und sie war begeistert, leckere frische Rinde und Grün zu finden, das dort auf dem Silbertablett serviert wurde! So holte sie Luggard, und zusammen machten sie sich über die Leckerbissen her. Auch Shukuru schloss sich den beiden an, und einige Keeper blieben bei ihnen zurück, während die anderen mit dem Rest der Herde in den Wald gingen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 25.12.2020

Freitag, 25. Dezember 2020
Ein einzelner Büffel störte heute die Mittagsfütterung der Waisen, und Murera ließ ihre Milchflasche fallen, um Luggard in Sicherheit zu bringen. Auch Sonje und Quanza ließen ihre Flaschen stehen und begleiteten Murera, aber Nimmersatt Lima Lima nutzte die Gelegenheit aus: sie schnappte sich die verwaisten Flaschen und trank sie alle leer! So mussten die Keeper noch einmal frische Milch für die drei bereiten, die leer ausgegangen waren. Den Rest des Tages hielt sich Lima Lima dann fern von Murera, als ob sie ein schlechtes Gewissen hatte! Am nächsten Morgen war aber alles schon wieder vergeben und vergessen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 24.12.2020

Donnerstag, 24. Dezember 2020
Die auswildernden Jungs kamen am Morgen zu Besuch, und sie brachten einen riesigen wilden Bullen mit, der plötzlich hinter ihnen auftauchte und der ganzen Waisenherde einen Schrecken einjagte! Die Keeper hatten so einen großen Bullen noch nie an der Auswilderungsstation gesehen, und sie brachten ihre Schützlinge schnell zurück auf das Gelände der Stallungen. Murera, Luggard und Shukuru flüchteten sich in Luggards Gehege, und Lima Lima half den Keepern, die anderen zurück zu bringen und verkroch sich dann in ihrem eigenen Gehege. Aus sicherer Entfernung schauten dann alle zu, wie die Jungs und ihr großer wilder Freund das ganze Luzernenheu futterten! Als sie sich dann wieder auf den Weg gemacht hatten und die Luft rein war, kamen die Waisen und ihre Keeper wieder heraus, und die Waisen bekamen auch noch etwas Luzernenheu.