Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.09.2020

Dienstag, 22. September 2020
Nach dem Staubbad am Mittag gingen Enkesha und Quanza zur Tränke, wo sich gerade ein Schwarm von Kranichen versammelt hatte, die ihren Durst löschen wollten. Enkesha war in Spiellaune und jagte den Vögeln hinterher, und auch Quanza wollte sich den Spaß nicht entgehen lassen: sie trompetete ein paarmal laut, sodass die Kraniche in alle Richtungen auseinander flogen. Doch damit nicht genug – sie rannte ihnen auch noch hinterher, bis sie alle verschwunden waren!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.09.2020

Dienstag, 22. September 2020
Heute tauchte ein großer wilder Bulle beim Schlammbad auf, und er schien neugierig zu sein und die Waisenherde kennenlernen zu wollen. Sonje war das ganze nicht so recht geheuer, und sie hielt sich zurück, aber als Alamaya und Ziwa dazukamen und den Bullen begrüßten, wurde klar, dass sie sich wohl schon kannten. Offenbar ist er einer der wilden Elefanten, mit denen sich die halb-unabhängigen Waisen nachts im Wald treffen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 21.09.2020

Montag, 21. September 2020
Manchmal kommt ein einzelner wilder Elefant an der Auswilderungsstation vorbei. Heute tauchte eine junge Kuh ohne Stoßzähne auf, als die Keeper gerade dabei waren, das Luzernenheu für die Waisen vorzubereiten. Sie staunten über die Besucherin, die erst aus einiger Entfernung zuschaute und sich dann langsam näherte. Die meisten wilden Elefanten wissen nicht so recht, was sie davon halten sollen, dass Menschen und Elefanten zusammen herumlaufen, aber dieses Mädchen schien vor allem neugierig zu sein. Sie wartete ein wenig, bis die Keeper den Waisen ihr Luzernenheu gebracht hatten, und bediente sich dann ebenfalls daran. Die Keeper gaben ihr gerne etwas ab; Faraja und Jasiri, die am Morgen zu Besuch gekommen waren, waren allerdings anderer Meinung! Sie stellten sich der jungen Kuh entgegen und wedelten mit den Ohren, um größer auszusehen und sie zu beeindrucken. Sie bekam es wohl ein wenig mit der Angst zu tun und zog sich wieder in den Wald zurück. Sie war allerdings offenbar in der Nähe geblieben, denn kaum hatten die Waisen sich auf den Weg in Richtung der Kenze-Hügel gemacht, kam sie wieder zurück und ließ sich das Luzernenheu in Ruhe schmecken.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 20.09.2020

Sonntag, 20. September 2020
Als die Waisen am Abend nach Hause kamen, wartete ein Überraschungsbesucher an der Auswilderungsstation auf sie: Alamaya, der den anderen hinein folgte und am Eingang zu seinem alten Gehege stehenblieb. Er machte ein paar Schritte hinein und schnüffelte. Vielleicht erinnerte er sich an die schöne Zeit, die er mit Murera zusammen in diesem Gehege verbracht hatte! Er bekam von den Keepern ein wenig Luzernenheu, das er sich schmecken ließ. Als die Sonne schließlich unterging, machte er sich wieder auf den Weg zurück in den Wald, um mit seinen Freunden neue Abenteuer in der Wildnis zu erleben.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.09.2020

Samstag, 19. September 2020
Heute durfte sich Lima Lima einmal eine Weile um Luggard kümmern, da Murera noch damit beschäftigt war, ihr Luzernenheu zu futtern. Luggard konnte es offenbar nicht erwarten, in den Wald zu kommen, und so machte er sich mit Lima Lima schon einmal auf den Weg. Als Murera schließlich fertig war, folgte sie den beiden, und als sie sie eingeholt hatte, übernahm sie ihre Aufgaben als Adoptivmama wieder von Lima Lima.