Freitag, 29. Mai 2020
Nach der Mittagsfütterung hatten die Waisen ihren Spaß beim Staubbad. Ngasha begann als erster sich herumzurollen, und Faraja kam dazu und leistete ihm Gesellschaft. Sie schuffelten sich aneinander und bedeckten sich so ausgiebig mit Staub. Am Nachmittag kam der wilde Bulle Ndugu wieder zu Besuch. Er hat offenbar immer noch mit seiner Verletzung zu kämpfen. Alamaya begrüßte ihn, und die beiden standen eine Weile zusammen im Schatten eines Baumes und kollerten sich freundlich zu. Die Waisen fühlen sich wohl in seiner Gegenwart, obwohl er viel größer ist als sie!
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.05.2020
Donnerstag, 28. Mai 2020
Lima Lima ging heute inmitten der Waisenherde, die acht gab, dass das Tempo nicht zu hoch wurde für die langsameren Läufer wie Murera und Mwashoti. Als sie im Wald grasten, hatte Mwashoti offenbar Hummeln im Hintern und wollte unbedingt weiter in Richtung der Chyulu-Berge. Als er voran ging, sprang plötzlich ein kleines Dikdik quer über seinen Weg, und er bekam einen Schrecken, sodass er laut trompetete! Lima Lima hörte ihn und rannte zu ihm. Sie schaffte es, ihn schnell wieder zu beruhigen, und so konnten sie sich wieder auf den Weg zu den Bergen machen, um dort zu grasen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 26.05.2020
Dienstag, 26. Mai 2020
Als die Waisen zur Mittagsfütterung kamen, brachten Zongoloni und Ziwa den wilden Bullen, der von den Keepern Ndugu genannt wird, mit. Er ist ein guter Freund der Waisen und kommt häufig zu Besuch; er war einer der ersten wilden Bullen, die sich mit der Waisenherde anfreundeten, als die Auswilderungsstation in Umani Springs eröffnet wurde, und so bekam er von den Keepern den Namen Ndugu, Suaheli für „Bruder“. Als er sich heute näherte, bemerkten die Keeper, dass er hinkte und eine Verletzung am Bein zu haben schien. Sie verständigten die Mobile Tierarzt-Einheit in Tsavo, damit sie sich die Wunde genauer ansehen konnte. Der Tierarzt war nach wenigen Stunden vor Ort, betäubte und behandelte Ndugu. Die Verletzung schien vom Kampf mit einem andern Bullen, der vermutlich noch größer als Ndugu war, zu stammen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 25.05.2020
Montag, 25. Mai 2020
Die Waisen grasten heute in der Nähe der Wasserquellen, als sie Besuch von einem wilden Bullen bekamen, der Zongoloni und Faraja gefolgt war. Sie begrüßten ihn freundlich bei der Herde, allen voran Sonje. Sie passte auf, dass er keinen der jüngeren Waisen ärgerte; Murera hielt sich unterdessen zurück und leistete den Keepern Gesellschaft.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 24.05.2020
Sonntag, 24. Mai 2020
Alamaya und Mwashoti scheinen die älteren Jungs ein wenig zu vermissen, und wenn sie morgens oder im Verlauf eines Tages die Waisenherde besuchen kommen, sind sie immer begeistert. Als Alamaya sie heute Morgen ankommen sah, begann er laut zu trompeten und zu kollern. Ziwa und Ngasha gingen ganz gemächlich zu allen anderen und sagten Hallo, bevor sie von Alamaya, Mwashoti und Murera umringt wurden. Es war allerlei Getröte und Gekollere zu hören!

