Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.05.2020

Freitag, 22. Mai 2020
Als es am Abend Zeit für den Heimweg wurde, schien Faraja es eilig zu haben – offenbar spekulierte er auf eine Extra-Flasche Milch! Genau wie Shukuru hat er mitbekommen, dass es zusätzliche Milch abzustauben gibt, wenn die anderen nicht mit zu den Stallungen zurückkommen, sondern für die Nacht gleich hinaus in den Wald gehen. Heute Abend konnten sich Faraja, Shukuru und Lima Lima alle eine weitere Flasche sichern!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 21.05.2020

Donnerstag, 21. Mai 2020
Alamaya kümmerte sich heute um die nervenden Affen. Er musste aber allen Mut zusammennehmen und rannte dann auf sie zu, wobei er den Kopf hob und die Ohren aufstellte, um möglichst groß und beeindruckend zu wirken. Zuerst kümmerten sich die Affen nicht allzu sehr darum, aber als Alamaya kräftig mit den Ohren wedelte, wurde es ihnen doch unheimlich, und sie machten sich davon! Alamaya war zufrieden mit diesem Erfolg und ging zurück zu Sonje.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 20.05.2020

Mittwoch, 20. Mai 2020
Murera und Mwashoti gingen am Morgen gemeinsam los, während Sonje nach den halb-unabhängigen Waisen schaute. Zongoloni ging in eine andere Richtung davon; es hat sich inzwischen so eingebürgert, dass sie häufig mit den älteren Jungs loszieht, statt Murera und Sonje zu folgen. Die beiden Leitkühe machen sich nichts daraus, denn sie wissen, dass die Ausreißer langsam unabhängig werden. Sie sind allerdings manchmal etwas genervt, wenn Lima Lima nicht mitmacht und Alamaya und Mwashoti mitnimmt. Es wird interessant zu sehen sein, wie sich die Dynamik der Herde entwickelt, wenn sie bald wieder Zuwachs aus Nairobi bekommt! Lima Lima wird sich aber wohl auch weiterhin als Beschützerin der Herde wie auch ihrer menschlichen Begleiter verstehen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.05.2020

Dienstag, 19. Mai 2020
Die Waisen wissen schon, wann es Zeit für die Mittagsmilch ist, und Murera und die anderen älteren Mädchen sammeln dann die beiden jüngeren Bullen ein, damit sie alle pünktlich zur Fütterung gehen können. Heute hatte sie Mwashoti und Alamaya herbei gerufen, und die zwei warteten brav an ihrer Seite, bis es losging. Sie wollte auch noch die anderen Jungs abholen, und Jasiri war auch schnell bei der Stelle, denn er wollte seine Flasche nicht verpassen! Ziwa, Zongoloni, Ngasha, Faraja und Jasiri werden allerdings langsam unabhängiger, und so kommen nicht immer alle mit zur Fütterung. Shukuru hat das schon gemerkt, und weiß, dass sie hin und wieder eine zusätzliche Flasche bekommt, wenn jemand von den unabhängieren Waisen nicht da ist. Heute hatte sie allerdings kein Glück, denn irgendwann fanden sich alle ein und kamen mit zur Mittagsfütterung und zum darauffolgenden Schlammbad.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 18.05.2020

Montag, 18. Mai 2020
Auf dem Weg durch den Wald fand Jasiri heute einen üppigen Busch, von dem er gleich zu fressen anfangen wollte. Er hatte aber nicht bemerkt, dass direkt dahinter ein großer Pavian saß! Dieser schaute plötzlich hinter dem Busch hervor, was Jasiri einen riesigen Schrecken einjagte! Er rannte trompetend davon und rief seine Freunde um Hilfe. Als er die Herde wieder eingeholt hatte, beruhigte sich aber alles schnell wieder.