Donnerstag, 17. Oktober 2019
Murera und Sonje kamen am Morgen aus ihrem Gehege und gingen schnurstracks zu den Luzernenheupellets. Jasiri und Faraja kamen dazu, aber begannen erst einmal ein ausführliches Kräftemessen. Quanza und Lima Lima schienen zu überlegen, wie sie die beiden besänftigen konnten, ohne selbst Opfer der Rowdys zu werden. Murera kümmerte sich nicht um die raufenden Jungs, sondern ging zu einer Stelle, an der die wilden Elefanten in der Nacht große Äste der Gelbfieber-Akazien liegen gelassen hatten. Zusammen mit Mwashoti ließ sie sich die Leckerbissen schmecken, und als sie fertig waren, kollerte sie Mwashoti zu, bevor alle zu den Wasserquellen aufbrachen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 11.10.2019
Freitag, 11. Oktober 2019
Faraja beschloss am Morgen, seiner eigenen Wege zu gehen und nach seinen wilden Artgenossen zu suchen. Die Keeper ließen ihn ziehen, denn sie wissen, dass er sich inzwischen gut macht in der Wildnis. Als die Waisen zur Mittagsfütterung kamen, warteten sie eine halbe Stunde, um zu sehen, ob Faraja auftauchen würde. Als er aber nicht erschien, bekam Mwashoti seine Milchflasche, der sich sehr über die Extra-Portion freute. Lima Lima versuchte, ihm die Flasche streitig zu machen, und die Keeper hatten alle Hände voll zu tun, sie davon abzuhalten. Als es dann am Abend nach Hause zurück ging, schauten sich die Keeper wieder nach Faraja um, aber von ihm war keine Spur. Murera und Sonje gingen als letzte in die Gehege, bevor die Keeper alles für die Nacht vorbereiteten. Später in der Nacht konnte man die Elefanten draußen im Wald hören, und als die Keeper herauskamen, sahen sie, dass Faraja von seinen wilden Freunden zurück zur Auswilderungsstation gebracht wurde.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 09.10.2019
Mittwoch, 9. Oktober 2019
Es regnete den ganzen Tag, und die Waisen freuten sich über jede Menge Gelegenheiten, sich in der feuchten und matschigen Erde herumzuwälzen. Ziwa und Zongoloni alberten in der Nähe von Shukuru herum, die sich gerade am Boden herumrollte. Sie zog sich lieber zurück und gab auch acht, Ngasha und Faraja nicht zu nahe zu kommen, die gerade miteinander rangelten. Sie ging lieber zu den Keepern, die sich mit Murera, Mwashoti und Lima Lima unter den großen Bäumen untergestellt hatten.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 05.10.2019
Samstag, 5. Oktober 2019
Sonje schien heute gute Laune zu haben; sie stromerte im Wald herum, futterte fleißig und schnüffelte hier und da. Es sah fast so aus, als ob sie irgendetwas suchen würde, und bald verschwand sie im Gebüsch. Die Keeper wollten schon anfangen, nach ihr zu suchen, als sie plötzlich mit zwei jungen wilden Bullen, die sie noch nie zuvor gesehen hatten, wieder auftauchte. Sonje ist immer sehr wählerisch, was die wilden Bullen betrifft, die sie begleiten dürfen; sie scheint eine besondere Schwäche für Osama zu haben, der aber schon eine ganze Weile nicht gesichtet worden ist. Es ist schön zu sehen, dass sie auch mit anderen Bullen gut auskommt. Nach einer Weile schloss sich ihr sogar Murera an, und die vier waren eine zeitlang zusammen unterwegs, bevor Sonje und Murera wieder zu den Waisen und den Keepern zurück kamen.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 29.09.2019
Sonntag, 29. September 2019
Murera und Sonje begrüßten heute einige wilde Elefanten, darunter auch etliche neue Gesichter. Als die Bullen so aussahen, als ob sie Murera herumschubsen wollten, hielt sie sich lieber fern von ihnen. Als sie dann wieder weg waren, wolle Murera ihre besten Freunde Shukuru, Mwashoti und Sonje zusammensammeln. Sonje war allerdings ein Stück mit den Bullen mitgegangen.

