Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 27.09.2019

Freitag, 27. September 2019
Als die Waisen am Abend zu den Stallungen zurückkamen, hatten sich im Wald hinter Mureras und Sonjes Gehege vier große wilde Bullen breit gemacht, die dort futterten. Als die Keeper in die nahegelegenen Dienstgebäude zu ihrem Abendessen gehen wollten, standen die vier an der Tränke vor dem Eingangstor und schienen sehr durstig zu sein! Vielleicht warteten sie auch darauf, dass Sonje herauskommen und ihnen Hallo sagen würde, und tatsächlich zeigte sie auch Interesse – vielleicht dachte sie, dass ihr Verehrer Osama dabei ist! Er war nicht unter ihnen, aber auch die anderen waren durchaus stattliche Bullen. Nach einer Weile gaben sie sich aber damit zufrieden, dass weder Sonje noch Murera zu ihnen stoßen würden und machten sich wieder in den Wald auf.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 23.09.2019

Montag, 23. September 2019
Murera ist wirklich eine vorbildliche Leitkuh. Wann immer jemand Ärger macht, kümmert sie sich darum und sorgt dafür, dass der freche Elefant seine gerechte Strafe bekommt. Heute ärgerten Ziwa und Ngasha den kleineren Mwashoti und schubsten ihn herum. Als Murera das sah, ging sie sofort zu ihnen und erteilte den beiden eine ordentliche Lektion!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 22.09.2019

Sonntag, 22. September 2019
Shukuru und Mwashoti überfielen am Morgen den Heu-Lagerraum und wollten Luzernenheu stibitzen! Die anderen waren schon draußen und sammelten fleißig Akazienschoten auf, die über Nacht von den Bäumen heruntergefallen waren. Die Keeper versuchten, die beiden Frechdachse zu überreden, auch hinaus zu gehen, aber mit wenig Erfolg. Schließlich machten sie sich jeder mit einem Ballen im Rüssel davon. Gierschlund Lima Lima ließ Mwashoti allerdings nicht weit damit kommen und hatte ihm das Heu bald abgeluchst. So stand Mwashoti schließlich am Tor und hatte nichts mehr übrig; Murera kam dazu und umrüsselte ihn, sodass er wieder versöhnt war und zufrieden kollerte. Als sich dann die Herde in den Wald auf machte, blieb nur Lima Lima mit dem Heu zurück, das inzwischen weit verstreut herum lag, denn die Jungs hatten natürlich auch noch ihren Anteil verlangt.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 20.09.2019

Freitag, 20. September 2019
Murera scheint sehr wählerisch zu sein, was die wilden Bullen betrifft. Sie will mit denen, die etwas übermütig sind, nichts zu tun haben, und jedesmal, wenn ein solcher mit ihr anbandeln will, zeigt sie ihm die kalte Schulter. Heute lief sie vor einem interessierten Bullen davon, was diesem gar nicht zu gefallen schien – er begann, seinen Unmut an einigen der Waisen auszulassen und sie herumzuschubsen, darunter Mwashoti! Sonje ging zu Murera und redete ihr gut zu, und die ganze Situation entspannte sich wieder. Als auch der wilde Elefant wieder besser gelaunt war, nahm Murera Mwashoti mit und überließ es den anderen Waisen, sich mit ihm zu beschäftigen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.09.2019

Donnerstag, 19. September 2019
Am Morgen standen die Buschböcke und Paviane in den Startlöchern und warteten darauf, Reste der Luzernenheupellets abzubekommen. Als die Waisen gerade aufbrechen wollten, versuchten ein übereifriger Pavian und ein Buschbock sich ein paar Pellets zu schnappen. Lima Lima tat sich schnell mit Alamaya und Zongoloni zusammen, um sie zu verscheuchen. Auch Murera und Sonje machten schließlich mit, und zusammen mit Lima Lima trompeteten sie laut und wirbelten Staub auf. Sie jagten den Pavianen hinterher, die wieder die Bäume hinauf flüchteten – ihnen blieb nichts anderes übrig als zu warten, bis die Keeper mit ihren Schützlingen weg waren.