Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 28.05.2020

Donnerstag, 28. Mai 2020
Lima Lima ging heute inmitten der Waisenherde, die acht gab, dass das Tempo nicht zu hoch wurde für die langsameren Läufer wie Murera und Mwashoti. Als sie im Wald grasten, hatte Mwashoti offenbar Hummeln im Hintern und wollte unbedingt weiter in Richtung der Chyulu-Berge. Als er voran ging, sprang plötzlich ein kleines Dikdik quer über seinen Weg, und er bekam einen Schrecken, sodass er laut trompetete! Lima Lima hörte ihn und rannte zu ihm. Sie schaffte es, ihn schnell wieder zu beruhigen, und so konnten sie sich wieder auf den Weg zu den Bergen machen, um dort zu grasen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 24.05.2020

Sonntag, 24. Mai 2020
Alamaya und Mwashoti scheinen die älteren Jungs ein wenig zu vermissen, und wenn sie morgens oder im Verlauf eines Tages die Waisenherde besuchen kommen, sind sie immer begeistert. Als Alamaya sie heute Morgen ankommen sah, begann er laut zu trompeten und zu kollern. Ziwa und Ngasha gingen ganz gemächlich zu allen anderen und sagten Hallo, bevor sie von Alamaya, Mwashoti und Murera umringt wurden. Es war allerlei Getröte und Gekollere zu hören!

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 20.05.2020

Mittwoch, 20. Mai 2020
Murera und Mwashoti gingen am Morgen gemeinsam los, während Sonje nach den halb-unabhängigen Waisen schaute. Zongoloni ging in eine andere Richtung davon; es hat sich inzwischen so eingebürgert, dass sie häufig mit den älteren Jungs loszieht, statt Murera und Sonje zu folgen. Die beiden Leitkühe machen sich nichts daraus, denn sie wissen, dass die Ausreißer langsam unabhängig werden. Sie sind allerdings manchmal etwas genervt, wenn Lima Lima nicht mitmacht und Alamaya und Mwashoti mitnimmt. Es wird interessant zu sehen sein, wie sich die Dynamik der Herde entwickelt, wenn sie bald wieder Zuwachs aus Nairobi bekommt! Lima Lima wird sich aber wohl auch weiterhin als Beschützerin der Herde wie auch ihrer menschlichen Begleiter verstehen.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.05.2020

Dienstag, 19. Mai 2020
Die Waisen wissen schon, wann es Zeit für die Mittagsmilch ist, und Murera und die anderen älteren Mädchen sammeln dann die beiden jüngeren Bullen ein, damit sie alle pünktlich zur Fütterung gehen können. Heute hatte sie Mwashoti und Alamaya herbei gerufen, und die zwei warteten brav an ihrer Seite, bis es losging. Sie wollte auch noch die anderen Jungs abholen, und Jasiri war auch schnell bei der Stelle, denn er wollte seine Flasche nicht verpassen! Ziwa, Zongoloni, Ngasha, Faraja und Jasiri werden allerdings langsam unabhängiger, und so kommen nicht immer alle mit zur Fütterung. Shukuru hat das schon gemerkt, und weiß, dass sie hin und wieder eine zusätzliche Flasche bekommt, wenn jemand von den unabhängieren Waisen nicht da ist. Heute hatte sie allerdings kein Glück, denn irgendwann fanden sich alle ein und kamen mit zur Mittagsfütterung und zum darauffolgenden Schlammbad.

Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 16.05.2020

Samstag, 16. Mai 2020
Murera war am Morgen so verträumt, dass sie bummelte und den Anschluss an die Herde verpasste, die in eine andere Richtung davon gelaufen war. Als sie sie nicht mehr sehen konnte, hob sie den Rüssel und schnupperte nach ihren Freunden. Nachdem sie sie gewittert hatte, ging sie in die Richtung, aber Zongoloni kam ihr schon entgegen, und die beiden trafen sich auf halber Strecke. Sonja wartete inzwischen auf die beiden, damit alle gemeinsam zur Mittagsfütterung gehen konnten. Ziwa und Faraja hatten keine Lust mitzukommen, sondern blieben in den Bergen und grasten weiter. Nachdem sie ihre Flaschen geleert hatten, hatte Quanza es eilig, ins Schlammloch zu kommen. Sie hatte Mwashoti überzeugt mitzukommen, und die beiden planschten fröhlich im Matsch herum, bevor sie den anderen in Richtung der Chyulu-Berge folgten.