Donnerstag, 14. Mai 2020
Mwashoti unterschätzt manchmal Alamaya. Alamaya ist sehr empfindlich, was seinen Schwanzstummel betrifft, und als Mwashoti heute aus Spaß daran zog, drehte er sich sofort um, um sich zu verteidigen! Daraus entwickelte sich ein längerer Ringkampf, der aber freundschaftlich blieb. Die beiden Jungs spielen oft miteinander und probieren ihre Kräfte aus, aber sie bleiben gute Freunde.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 13.05.2020
Mittwoch, 13. Mai 2020
Heute Morgen war Shukuru so vertieft ins Luzernenheufrühstück, dass die anderen schließlich keine Lust mehr hatten zu warten und schon einmal in Richtung der Chyulu-Berge aufbrachen. Die Keeper riefen Shukuru, und sie schnupperte erst einmal und wollte dann den anderen folgen. Dann entschied sie sich aber anders und graste lieber auf eigene Faust, begleitet von ihrem Keeper, der den ganzen Tag bei ihr blieb. Sie ist gern für sich allein unterwegs, denn dann kann sie selbst entscheiden, wie schnell es voran gehen soll, und kann sich viel Zeit beim Fressen lassen. Außerdem muss sie sich dann nicht mit den Raufbolden wie Alamaya und Mwashoti herum ärgern. Shukuru wird es freuen, wenn bald der sanftmütige Luggard aus Nairobi nach Umani Springs umzieht; die beiden kennen sich noch aus dem Waisenhaus.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 09.05.2020
Samstag, 9. Mai 2020
Alamaya und Quanza standen heute zusammen und schienen ein vertrauliches Gespräch zu führen. Als Mwashoti sich ihnen näherte, wollte Alamaya ihn nicht daran teilhaben lassen – er ging hinüber und schob ihn weg. Murera räumte unterdessen im Wald auf: Als sie einen abgestorbenen Ast von einem Baum herunterhängen sah, ging sie hin und zog ihn mit dem Rüssel herunter, damit er niemandem auf den Kopf fallen konnte!
Die Waisen im Juli
Monatsbericht für die Nursery-Gruppe in Nairobi: Juli 2020
Es ist jetzt Winter in Nairobi und die Tage sind oft kühl und bewölkt. Die Waisen hatten daher wenig Interesse am Baden und verbrachten die meiste Zeit im Busch beim Fressen und um sich im Dreck zu wälzen. An kalten Tagen gehen die Waisen nur in offenes Gelände wenn es Milch gibt, ansonsten halten sie sich lieber im windgeschützten Dickicht auf. „Die Waisen im Juli“ weiterlesen
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 30.04.2020
Donnerstag, 30. April 2020
Mwashoti wollte heute die Waisenherde hinaus in den Wald führen und ging mit ihnen zu einer Stelle, an der eine große Büffelherde graste. Da merkte er, dass das wohl keine so gute Idee gewesen war, und er schaute sich hilfesuchend nach den Keepern um. Sie scheuchten die Büffel weg, aber bei dem ganzen Durcheinander rannten auch die Waisen ziellos umher! Schließlich hatten sie ihre Schützlinge wieder beruhigt, und sie konnten in Ruhe grasen, bis es Zeit für die Mittagsfütterung wurde. Nachdem sie ihre Milch getrunken hatten, gingen sie zum Staubbad. Murera war wohl nach der Aufregung am Vormittag etwas müde, und sie legte auf dem Staubhaufen ein Nickerchen ein. Mwashoti wollte es ihr nachmachen, aber er hatte keinen Platz mehr auf dem Haufen, sodass er daneben stehen und zuschauen musste.

