Am späten Nachmittag des 17. März 2015 erhielt Angela einen Anruf von KWS-Veterinäroffizier Dr. Limo, dem Chef der vom DSWT finanzierten mobilen Tierarzt-Einheit in der Maasai Mara. Er berichtete von einem verwaisen Elefanten im Purungat-Gebiet bei der Mara-Brücke, innerhalb des Maasai Mara Schutzgebiets. Die Wildhüter des Mara Schutzgebiets beobachteten das Kuhkalb schon eine Weile und es schien nun klar zu sein, dass es allein ist, denn es war sogar schon von Hyänen angegriffen worden. Das Schicksal ihrer Herde und ihrer Mutter und warum sie alleingelassen wurde, bleibt im Dunkeln.
Die Rettung von Siangiki
Am frühen Abend des 26. Januar erhielt Angela Sheldrick einen Anruf vom KWS-Veterinäroffizier der DSWT mobilen Tierarzt-Einheit Mara, Dr. Lima, der von einem verwaisten Elefantenkalb berichtete, das die „Save the Elephants“ Wildhüter auf ihren täglichen Patrouillen gesehen hatten. Der KWS hatte auch einige Berichte von den lokalen Gemeinden bekommen, dass ein junges Elefantenkalb im Narok-Gebiet umherwandert. Die Gegend ist dicht besiedelt und recht weit von den bekannten Wanderrouten der wilden Elefanten entfernt. Wir wissen nicht, was mit der Mutter des Kalbs und seiner Herde geschehen ist. Um zu verhindern, dass dem Kalb in der Nacht etwas zustößt, fingen die KWS-Wildhüter mit Unterstützung von „Save the Elephants“ das Kalb noch am Abend ein. Sie behielten es über Nacht, da es schon zu spät war, ein Rettungsteam aus Nairobi zu schicken.
Die Rettung von Boromoko
Spät am 4. Januar erhielten wir einen Anruf von Brian Heath, dem Chef des Mara-Schutzgebiets, der uns über einen einsamen Babyelefanten informierte, der schon seit ein paar Tagen in den Weiten der Mara beobachtet wurde. Viele Elefanten wanderten durch diese Gegend, doch der kleine Bulle, offenbar ein Waise, konnte sich keiner der Herden anschließen. Die ganze Zeit über trank er keine Milch und hielt sich weit weg von den anderen Herden auf, manchmal mehrere Kilometer. Wir gaben dem Kalb noch einen Tag, um zu sehen, ob sich etwas ändert und seine Mutter zurückkehrt. Eine junge Kuh, die zu jung war, um seine Mutter zu sein, war sehr aufgeregt und besorgt um das kleine Baby. Sie war hin- und hergerissen, was sie tun sollte: bei ihrer Herde zu bleiben oder dem kleinen Baby Schutz zu bieten. Sie könnte die Schwester des Kleinen gewesen sein.
Faraja, Jasiri und Ngasha ziehen nach Umani Springs um
Nach vielen Wochen Vorbereitung war für Ngasha, Faraja und Jasiri der Tag gekommen, an dem sie den nächsten Schritt auf ihrer Reise zurück in die Wildnis antraten. Wir haben entschieden, dass unsere beiden Albino-Jungs, die im Amboseli-Nationalpark Opfer von Wilderei geworden waren, in der Auswilderungsstation in Umani Springs im wunderschönen Kibwezi-Wald am besten aufgehoben sein würden. Der Kibwezi-Wald ist ein Teil des Chyulu Hills Nationalparks, ein Ökosystem, das sich zwischen den Nationalparks Tsavo und Amboseli befindet.
Die Rettung von Ndotto
Direkt auf der Spitze der Ndotto-Berge, in Kenyas nördlichstem Grenzbezirk, wurde ein winziges neugeborenes Elefantenbaby gefunden, das sehr verwirrt, allein und ängstlich zwischen einer Herde Ziegen und Schafe herumirrte. Das kleine Kalb fand sich offenbar sehr schnell nach der Geburt zwischen den Nutztieren der nomadischen Samburu der Gegend wieder. Es ist möglich, dass die Anwesenheit der Menschen die Mutter verschreckt hatte, nachdem ihr Kalb versehentlich zwischen die Tiere der Samburu geraten war. Die traditionellen Samburu-Hirten leben dort sehr isoliert, in einer schlecht erreichbaren Gegend Kenias, die gleichzeitig wunderschöne und majestätische Landschaften hat. Obwohl viele Samburu und ihre Nutztiere in friedlicher Koexistenz mit den wilden Tieren leben, kann der Mensch-Wildtier-Konflikt versehentlich die Ursache solcher Tragödien sein.
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