Sonntag, 21. März 2021
In der Nacht hatte es ordentlich geregnet, und am Morgen war es zwar schon warm, aber alles war noch ziemlich feucht und matschig. Daher wollten Rama, Larro, Mukkoka, Maktao, Kinyei, Bondeni und Kindani nicht so recht aus ihren Ställen und Gehegen kommen und kollerten den Keepern protestierend zu. Als sie sahen, wie Nabulu, Kiasa und Naboishu ohne irgendwelche Anstalten zu machen herausgerannt kamen, konnten Larro und Mukkoka es nicht glauben und trompeteten laut los! Als auch die anderen so langsam herauskamen, ließen sich die zögerlichen kleinen Elefanten schließlich auch überzeugen und folgten ihnen hinaus in den Wald.
Waisenblogs-Beitrag Ithumba, 20.03.2021
Samstag, 20. März 2021
Beim Schlammbad kam Mutaras Gruppe zu Besuch, und sie hatte Kithaka, Garzi und Lemoyian dabei. Kithaka ist wieder ein echter Unruhestifter geworden; manchmal jagt er sogar den Keepern hinterher! Die meisten der Waisen machen einen großen Bogen um ihn. Suguta und Turkwel schnappten sich Dololo und wollten mit ihm verschwinden, was aber gerade noch von den Keepern vehindert werden konnte. Auch Chyulu und Cheka tauchten auf, und Esampu und Maramoja begleiteten sie auf Schritt und Tritt, um mit Baby Cheka zu spielen. Die Ex-Waisen begleiteten dann die Waisen hinaus zum Grasen, und als es am Abend zurück zu den Stallungen gehen sollte, war Mutaras Herde mit Dololo, Jotto, Mapia und Karisa durchgebrannt! Zum Glück kamen sie mit ihnen direkt zur Auswilderungsstation und lieferten sie dort ab, sodass sie mit ihren Freunden in die Gehege gehen konnten.
Waisenblogs-Beitrag Voi, 20.03.2021
Samstag, 20. März 2021
Tagwa machte sich gleich nach dem morgendlichen Ergänzungsfutter auf den Weg hinaus zum Grasen. Die anderen folgten ihr ein paar Minuten später, und Mudanda machte noch einen kurzen Halt an einer Akazie, um davon zu fressen. Ndotto und Suswa grasten zusammen am Mazinga-Berg, und Mashariki und Arruba gingen bis ganz nach oben auf den Berg. Mittags kamen sie wieder herunter und folgten ihren Freunden zum Baobab-Wasserloch, wo Panda, Ishaq-B und Tundani erst einmal ihren Durst an der Tränke stillten.
Waisenblogs-Beitrag Nursery, 20.03.2021
Samstag, 20. März 2021
Da das Waisenhaus im Nairobi-Nationalpark liegt, gibt es immer einmal wieder ungebetene Besucher wie Löwen oder Hyänen. Allerdings ist es natürlich auch wichtig, dass die Waisen aus solchen Begegnungen lernen, damit sie wissen, was zu tun ist, wenn sie später wieder in der Wildnis leben. Während der Nacht hatten es sich zwei Löwen am Waldrand hinter Naboishus Gehege bequem gemacht, nachdem sie zuvor vermutlich den Warzenschweinen gefolgt waren. Naboishu wusste anscheinend, dass sie dort waren, denn er war die ganze Nacht unruhig. Den Waisen kann aber nichts passieren, denn sie sind in ihren Gehegen sicher, ebenso wie Nashorn Maxwell. Am Morgen schauten die Keeper nach, ob die Löwen noch da waren, aber sie konnten sie nicht mehr sehen. Mukkoka kam dann als erster bei Naboishus Gehege vorbei, aber er machte schnell wieder kehrt und rannte zu den anderen Gehegen zurück. Danach war es Kiombo, der es genauso machte, aber erst als Ziwadi zu den Büschen lief, schöpften die Keeper Verdacht: Sie hob den Rüssel und schnüffelte, bevor sie die Ohren aufstellte und laut trompetete! Offenbar wollte sie die anderen warnen, und Kiasa kam schnell angerannt, um nachzusehen. Als sie auch die Löwen witterte, trötete und kollerte sie aggressiv, und Maisha kam dazu, um die jüngeren Waisen zurück zu holen und sich schützend vor sie zu stellen. Kiasas Gekoller beeindruckte die Löwen aber offenbar, denn sie machten sich schnell in den Wald davon. Die Keeper suchten das Gebiet genau ab und vergewisserten sich, dass diesmal die Luft rein war, bevor sie die Waisen hinaus in den Busch begleiteten.
Waisenblogs-Beitrag Kibwezi, 19.03.2021
Freitag, 19. März 2021
Am Schlammloch tauchte heute ein sehr großer Bulle auf, der langsam auf Luggard zu ging. Murera, Sonje und Lima Lima hatten ordentlich Respekt vor ihm und machten sich schnell davon – ohne zu bemerken, dass sie Luggard gar nicht mitgenommen hatten! Die Keeper riefen nach ihm, aber der kleine Luggard blieb tapfer stehen und ließ sich von dem neugierigen wilden Bullen beschnüffeln. Er schien gar keine Angst zu haben – nicht umsonst wird er von den Keepern auch „Löwenherz“ genannt! Der wilde Elefant watete in den Matsch und wälzte sich darin herum, und Luggard blieb am Rand stehen und bespritzte sich seinerseits Brust und Rücken mit dem schlammigen Wasser. Schließlich kam Ngasha dazu, und er schaffte es, den wilden Bullen davon zu überzeugen, wieder mit in den Wald zu kommen, sodass Luggards Adoptivmamas sich wieder heran trauten. Trotz des Schreckens war es wunderbar zu sehen, wie der kleine verletzliche Luggard sich mit seinen großen wilden Artgenossen anfreunden kann!

