Die Rettung von Sagala

Im September 2017 hatte die schlimme Dürre den südlichen Teil von Tsavo fest im Griff, und viele Elefanten überlebten diese Zeit nicht. Der Grund war hauptsächlich das fehlende Futter und nicht einmal so sehr das wenige verfügbare Wasser. Nachdem mehrere Jahre hintereinander nur wenig Regen gefallen war, wurde die Situation katastrophal für die Elefanten, die in diesem Teil des Nationalparks blieben, anstatt in günstigere Gebiete zu wandern, solange die Wasserlöcher es noch zuließen. Insgesamt verhungerten im Jahr 2017 etwa 400 Elefanten, und damit ist diese Dürre die schlimmste, die seit den 1970er Jahren die Elefantenpopulation Tsavos heimgesucht hat. Die Opfer waren hauptsächlich ältere Tiere und Kühe, die wegen ihrer kleinen Kälber in der Gegend bleiben mussten. Während der Trockenzeit bemühten sich die Teams des DSWT immer wieder nach Kräften, die vom Verhungern bedrohten verwaisten Kälber zu retten; sowohl in der Luft als auch am Boden waren täglich Patrouillen im Einsatz, in der Hoffnung, Opfern rechtzeitig helfen zu können.

 


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Die Rettung von Mapia

Am 2. November 2017, als die anhaltende Dürre nach dem ausgefallenen Regen der vergangenen Monate auf dem Höhepunkt war, fanden Wildhüter des Kenya Wildlife Service während einer Patrouille ein kleines Elefantenkalb. Es war zusammengebrochen und lag nördlich des Galana-Flusses auf einer Route, die Elefanten häufig benutzen, bereit zum Sterben. Eine Herde hielt sich noch nahe des Mapea-Tals auf, zwischen dem Fluss und dem Yatta-Plateau, der längsten Lava-Gesteinsformation der Welt, die sich über 300 Kilometer erstreckt. Durch diesen Einschnitt durchqueren die Elefantenherden traditionell die Yatta-Hochebene auf ihren Wanderungen durch den heutigen Tsavo East Nationalpark. Am Fuß der Hochebene fließt der Galana-Fluss entlang, der schließlich in den Indischen Ozean mündet, und hier baute seinerzeit David Sheldrick, der Gründer und erste Chef des Nationalparks, die Straße über Fluss und Hochebene, der heute noch den südlichen mit dem nördlichen Teil verbindet.

Auf einer der Migrationsrouten der Elefanten lag nun dieser ausgemergelte kleine Elefant. Die Ranger waren sich nicht sicher, ob er überhaupt noch am Leben war, und machten sich nicht viele Hoffnungen, dass er aushalten würde, bis Hilfe aus Voi angekommen wäre. Glücklicherweise erstatteten sie sofort per Funk Bericht, und ein Team von Keepern der Auswilderungsstation, begleitet von weiteren Wildhütern des KWS eilten zu der Stelle. Nach der schlimmen Dürre sind die Mitarbeiter des DSWT inzwischen geübt, wenn es darum geht, zusammengebrochenen Dürreopfern durch lebensrettende Maßnahmen zu helfen, und sie brachten alles Notwendige mit. Zugleich wurde DSWT-Hubschrauberpilot Andy Payne informiert, der im Hauptquartier in Kaluku die Rettungsaktion vorbereitete. Die Teams am Boden und in der Luft sprachen sich ab, und so ging keine Zeit verloren, was in diesem Fall immens wichtig war.

 

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Erneuter Erfolg für MAPP-Ermittler

Die Ermitler von MAPP konnten wieder erfolgreich gegen Wilderer angehen:

 

5. Februar 2018

Auszug aus dem Protokoll:

  • 06.21 Uhr-  –  – “Guten Morgen, wir hatten letzte Nacht einen erfolgreichen Zugriff in Guruve. Wir haben 2 Paar Stoßzähne und 1 Gewehr sichergestellt. Der Wilderer wurde mit den ca. 30kg Elfenbein aufgegriffen und verhaftet. Sein Name ist Mapfumo, dessen Sohn 2014 im Park erschossen wurde.“

  • 8.25 Uhr-  –  –  – “ Die Behörden versuchen diesen Wilderer sein Jahren zu stellen. Er wurde wegen weiterer Wilderei-Vergehen gesucht. Sein Bruder sitzt schon wegen Elfenbeinwilderei im Gefängnis.“

 

 

 

Die Waisen im Januar

Monatsbericht für die Nursery-Gruppe: Januar 2018

 

Die Geschlechterverhältnisse in der Nursery sind dieser Tage fast ausgeglichen: 13 junge Bullen und 17 junge Elefantenkühe. Viele der kleinen Kühe sind mittlerweile über zwei Jahre alt und die Kleinsten haben gleich mehrere liebevolle Ersatzmütter. Mbegu, Godoma, Tagwa und Malima sind besonders fürsorglich, und beim kleinsten Pieps stehen sie an der Seite ihrer Schützlinge. „Die Waisen im Januar“ weiterlesen